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II. Wiener Fesselspiele, 29.03.2014, Wien

 

Für uns waren die II. Wiener Fesselspiele eine wundervolle Party.

Die Schwelle 7 in Wien ist ein Ort, an dem man sich sofort wohl fühlt. Die alten Kellergewölbe haben einen unvergleichlichen Charme.
Wir hatten uns bereits am Nachmittag mit Freunden getroffen und eines der vielen Kaffeehäuser gestürmt. Selbstverständlich durfte das Stück Sachertorte nicht fehlen.
Am Abend trafen wir dann noch mehr Freunde und ich kam aus dem Begrüßen und Quatschen kaum heraus, bis die offizielle Eröffnung der Veranstaltung eingeläutet wurde. Auch die Performer wurden vorgestellt. Hedwig kannte ich bereits, aber Kanna-san suchte ich vergeblich - da standen 3 Japanerinnen in leichten Tops und lächelten freundlich.

Hedwig durfte die erste Perfo bestreiten. Da der zweite Teil der Vorstellung auf dem Boden stattfand, konnte ich davon nichts sehen, weil ich ziemlich weit hinten saß. Die Bühne war einfach nicht hoch genug. So konnte ich das Modell nur ab und zu quieken hören, aber warum das ausgelöst wurde, wusste ich nicht. Die Perfo war mir deshalb auch eindeutig zu lang, auch wenn die Geschichte, die sie dort "erzählt" hat, mir sehr gut gefallen hat.

Danach war Kanna-san dran. Ups, das eine war gar keine Frau, das war der Kanna - oder die Reinkarnation von Michael Jackson (nach allen OP's). Ich hoffe, das ist jetzt keine Majestätsbeleidigung, aber er hat wirklich eine gewisse Ähnlichkeit. Sein Modell Kagura ist eine Augenweide, die man stundenlang einfach nur anstarren kann. Seinen TK und die Art und Weise, wie er die Hängeseile festgemacht hat, fand ich faszinierend und hätte ihm an diesem Punkt gerne mal von hinten auf die Finger geschaut.

Anschließend konnten wir selbst fesseln und haben das auch genutzt. Genau so wie viele andere und es war eine Freude zuzuschauen. Auch die Aktion mit Stefano war richtig lustig. Das Höschen über Kopf und Gesicht gezogen zu bekommen, hat ihm wohl nicht gepasst. Es sah auch einfach zu bescheuert aus, aber er hat es mit Humor genommen und mitgelacht. Danke für diesen grandiosen Spaß auch an Riggerin Hakima.

Es war ein fantastischer Abend, danke an alle Organisatoren.

 

 

Tüdelfest 13 - 5 Jahre Tüdeltreff, Hamburg

 

Am 30.11.2012 fand das 13. Tüdelfest in Hamburg im Catonium statt.

 

Um 20 Uhr öffneten sich die Pforten und die Besucher wurden von Sonja (lustzuleben) persönlich begrüßt. Das Cat war wundervoll romantisch und im japanischen Stil dekoriert. Viele Hängepunkte und einige schnuckelige Ecken waren für die Fesselbegeisterten vorbereitet. Die Besucher hatten sich hübsch gemacht, um diesen Abend zu genießen.

 

Wie üblich ging es mit einer Einführungsrunde für Anfänger los. Diese fiel diesmal relativ klein aus. Nicht, weil so wenige Gäste da waren, sondern eher weil der Rest diesen Part einfach nicht mehr nötig hatte. Das sollte sich im Laufe des Abends noch zeigen.

 

Und diesmal gab es ja noch etwas Besonderes zu feiern: Der Tüdeltreff feierte seinen 5. Geburtstag. Wir hatten uns für Sonja eine hübsche Überraschung ausgedacht. Während der Einführungsrunde wurden lange Wunderkerzen verteilt und angezündet, sobald lustzuleben die Seile zusammenlegte. Dann bekam sie ein kleines Präsent und eine Riesentorte mit den Idealmaßen 90-60-9 überreicht, die praktischerweise von allen vernascht werden durfte. Es war ein bisschen wie Silvester und Geburtstag zusammen, meinte Sonja.

 

Anschließend konnten wir wieder eine schöne und sehr saubere Performance der Gastgeberin mit einer schnuckeligen Blondine bewundern. Aber das sollte nicht die einzige Show an diesem Abend sein.

 

Nach einer kurzen Pause ging es sofort weiter. Nicht weniger als 6 Paare hatten einen gleichzeitigen Auftritt in der Red Hall: Gaijin mit Yovivo und Hayato mit Partnerin hatten sich auf einem Teppich platziert und dort erst in Ruhe einen Tee genossen, bevor die beiden Frauen in Seile gelegt wurden und anschließend in die Luft gingen.

Auf der Bühne zeigten theRat mit theCat eine rockige Suspension, während daneben Asalion mit Askira eine sehr gefühlvolle Bodennummer zeigten.

Außerdem durften wir Xanoo mit seiner Partnerin bewundern, die eine Suspension mit diversen Progressionen mitgebracht hatten, während Barlin die harte und ruppige Seite des Fesselns präsentierte. Hier wurde eindrucksvoll die Vielseitigkeit des japanisch inspirierten Bondage demonstriert.

 

Doch der Abend war noch lange nicht zu Ende. In der romanischen Halle, in der gotischen Halle und in der Red Hall flogen die Seile, dass es eine wahre Freude war. Es wurde wirklich extrem viel gefesselt. Sogar AngelsSoul  ließ es sich trotz Gipsbein nicht nehmen, noch ein Bunny einzuwickeln. Not macht eben erfinderisch und was spricht gegen einen sitzenden Rigger?

 

Es war ein wirklich besonderes Tüdelfest mit extrem viel Action. Ich persönlich habe mich besonders darüber gefreut, dass ich einige liebe Freunde wieder sehen konnte, die einen weiten bis sehr weiten Weg auf sich genommen haben, um dieses Tüdelfest zu feiern. Es war schön, mit euch zu feiern.

 

 

 

 

 

2. Bondage-Night in Karlsruhe

 

Die Veranstalterin  „Boeser Engel“ hatte am 28.4.12 zur 2. Bondage-Night gerufen und rund 100 Leute folgten diesem Ruf ins Traumwerk-Karlsruhe. Damit war die Party ausverkauft.
Bei unglaublich warmem Sommerwetter machten Munewari und ich uns aus dem fernen Hamburg auf, um  „boeser Engel“ zu überraschen und weitere Freunde zu treffen.

Vorweg: Es war einfach fantastisch!
Die Überraschung ist durchaus gelungen und es gab ein großes Hallo.

Wir erhielten gleich zu Anfang eine Führung durch die liebevoll ausgebauten Räume. Ich muss sagen, ich habe ja schon so einiges gesehen, aber das Traumwerk-Karlsruhe schlägt bislang alles. Was es dort zu sehen und zu spielen gab, das geht auf keine Sklavenhaut .
Allein die Haupthalle, geschätzte 8 Meter hoch und nur von Kerzenlicht beleuchtet, war schon beeindruckend. In Ecken und Nischen gab es Käfige und Befestigungsmöglichkeiten, aber in erster Linie gab es hier an diesem Abend Tische und Bänke. Dort konnte man das reichhaltige Buffet genießen, seinen Cocktail oder Softdrink schlürfen, quatschen und fachsimpeln und den Performances auf der Bühne zuschauen .

Ging man die Treppe hinauf, erspähte man einen riesigen Decken-Kerzenleuchter (zum Dranhängen und Schaukeln nur mäßig geeignet) und einen Thron. Ausserdem stand dort noch ein Bondagegestell, eine Fixierbank mit Ketten darüber, ein Regal mit Kopffixierungsausschnitt, welcher übrigens ziemlich klein war (danke fürs Würgen ). Eine Wand war wie aus Kalksandstein gearbeitet und auch dort gab es Befestigungshaken samt einer großen Kugel mit Fußkette. Dahinter ein Klo, einfach so im Durchgang.

Ganz besondere Aufmerksamkeit fand der Klinikraum, der ausnahmsweise auch für Seilfetischisten ein ganz besonderes Bonbon bereit hielt. Dort stand ausser dem obligatorischen Gyn-Stuhl und einer Pritsche nämlich noch eine Badewanne, die an diesem Abend sogar von einem Paar genüsslich genutzt wurde. Das eigentliche Highlight waren aber 2 Fixierungspunkte für Hängebondages, die an zwei Laufkatzen hingen. Ein sensationelles Spielzeug. Gleich zu Anfang wurde ein Bunny gefesselt und im Yoko-zuri über die Badewanne gefahren, was weitere Nassspiele nach sich zog. Man, was hatte ich einen Spaß .

Am späten Abend hing ich selbst noch an der Laufkatze und wurde von Munewari nach einigen Anlaufschwierigkeiten raus in den „Thronsaal“ gefahren und von dort bis über die Treppe. Der Blick hinunter in die große Halle war atemberaubend. Als ich dann allerdings ein wenig geschaukelt wurde, bekam ich es doch mit der Angst zu tun. Schließlich befanden sich unter mir 4-5 Meter Luft.

Es gab noch so viel mehr, z.B. einige Emporen, die es ermöglichten, die Räume aus anderen Blickwinkeln zu betrachten bzw. heimlicher Beobachter zu sein. Einige Räume waren leider verschlossen, das Traumwerk-Karlsruhe hat noch viel viel mehr zu bieten. Überall gab es noch Kleinigkeiten oder Käfige zu entdecken. Auch gab es mehrere Möglichkeiten mit Wasser zu spielen.

Gespielt und gefesselt wurde reichlich und fantasievoll. Man konnte Anfänger, Fortgeschrittene und Profis beobachten und alle machten einen sehr entspannten Eindruck.

Von der Musik habe ich nicht viel mitbekommen. Das Buffet war reichlich und lecker, die Cocktails auch. Aber das Beste war für uns, dass wir Freunde getroffen haben und neue Freunde kennen gelernt haben. Vielen Dank an alle für einen traumhaften Abend.